Eine anstrengende nächtliche Busfahrt bringt uns von Quito aus zum Eingang in das Faunareservat Cuyabeno. Anschließend gelangen wir in 2 - stündiger Motorkanufahrt mitten in den tropischen Regenwald.
Vier Tage wohnen wir dort in der Guacamayo Ecolodge.
Vor den kleinsten Tierchen des Urwaldes brauchen wir dank der Moskitonetze über den Betten keine Angst zu haben.
Die Lodge liegt an einem weitverzweigten Flusssystem, dessen Wässer alle in den Amazonas münden. Zur Beobachtung der Vogelwelt gibt es einen Aussichtsturm.
Dieser ermöglicht einen tollen Ausblick auf das Blätterdach des Regenwaldes.
Speziell am Morgen tummeln sich hier Tropenvögel. Unser Naturführer kennt sie alle.
Hier der Loro Coroninegro.
Von der Lodge aus unternehmen wir mehrere Flussfahrten.
Auch da ist auf unserem Boot ein Guia naturalista, der in der dichten Ufervegetation alle möglichen Tiere erspäht, wie diesen Wollaffen.
Oder einige Totenkopfäffchen.
Paff, da ruht eine Anakonda einen Meter vor uns.
Diese junge Boa muss erst aufgespürt werden, doch auch sie schaut friedlich aus.
Morphos sind Schmetterlinge mit blau leuchtenden Flügeln.
Die Bootsführer haben manchmal ihre Ninos mit. Während wir in der Laguna grande baden, macht es sich dieser Spross am Motor gemütlich. Die riesige Lagune trocknet übrigens in den Monaten Dezember und Jänner ganz aus.
Weiter geht es mit der Vogelbeobachtung. Zwei Huazin sitzen hier gemütlich am Ast.
Wie im GW-Unterricht x-mal gelehrt, brauen sich jeden Tag am frühen Nachmittag dunkle Regenwolken zusammen. Kurz darauf schüttet es, sodass wir stets einen Poncho dabei haben.
Wenn es Nacht wird, kommen die Krokodile zum Vorschein. Genau genommen liegt da ein
Caiman antiojos still im schwarzen Wasser.
Wenn es Nacht wird kommen auch die Spinnen aus ihren Löchern hervor.
Wenn es Nacht wird, treffen wir schließlich auch auf einen Skorpion.
Tags darauf sind wir zu Fuß im Dschungel unterwegs. Die Hauptregenzeit klingt zwar gerade ab, doch ohne Stiefel geht da gar nichts.
Beim Landgang bekommen wir einen kleinen Einblick in die medizinische Bedeutung zahlreicher Pflanzen. Diese Rinde enthält Chinin.
Lange warten wir, bis dieser Carpintero seine Baumhöhle aufsucht.
Gigantisch ragen die Ceibo Bäume über das Blätterdach des Urwaldes hinaus.
Ebenso gigantisch sind seine Brettwurzeln, zwischen denen wir dreimal Platz haben.
Der dritte Tag führt uns zu den Menschen im Cuyabeno - Reservat. Der Stamm der Siona umfasst nur etwa 400 Personen auf einer Fläche von etwa 400 km². Wir besuchen das Centro Indigena Siona Puerto Bolivar. Von der alten Lebensweise ist nicht mehr viel vorhanden. Die Männer arbeiten auswärts, häufig bei Petrolfirmen oder im Tourismus, die Frauen übernehmen die Arbeit im Dorf.
Diese Sionafrau bäckt für uns Yuccabrot, nachdem wir gemeinsam die Yuccawurzeln ausgegraben, die Knollen gerieben, entwässert und gesiebt haben. Das Yuccamehl wird ohne weitere Zutaten zu Fladen gebacken - köstlich mit Chilisoße.
Gespannt sind wir schon auf den Bewohner dieses Hauses.
Es ist ein Schamane, der uns von seinen Heilmethoden erzählt und uns von einer Flüssigkeit kosten lässt, die ihn vor jeder Heilung in tranceartigen Zustand versetzt.
Das Bild des Schamanen nehmen wir aus dem Oriente genauso mit nach Hause, wie jene Bilder der Anakondas, Boas, Caimane, Tukane, Papageien, Schmetterlinge.....