Freitag, 25. Juli 2014

Faltan mil metros


Da sitzen wir nun vor dem berühmten 5897 m hohen Vulkan Cotopaxi und überlegen, wie weit wir da wohl hinaufkommen.



Rund um den Vulkan liegt der gleichnamige Nationalpark. Darin gibt es derzeit nur eine Herberge, welche Schutzhütte, Hotel und Akklimationszentrum in einem ist. Sie heißt Tambopaxi und liegt bereits 3800 m hoch. Hier quartieren wir uns für 2 Nächte ein.

 

Der Cotopaxi steht als markanter Vulkankegel mit Gletscherüberzogenem Haupt in der weiten Paramolandschaft.

 

Das Bild ändert sich jedoch alle paar Minuten, da ständig Wolken und Nebel um ihn herum ziehen.
Bei genauem Hinsehen erkennt man in der Bildmitte, knapp unterhalb des Gletscherrandes das Refugio Jose Ribas, welches aber derzeit wegen Renovierung geschlossen ist. Jedenfalls könnte man am Cotopaxi auf Glocknerhöhe (3800 m) im Tambopaxi frühstücken, auf der Höhe des Mont Blancs  (4800 m) im Refugio Ribas jausnen und am Gipfel (5800 m) das Mittagessen einnehmen. Aber ganz so einfach läuft die Sache doch nicht.



Mühsam ist bereits der staubige und windige Aufstieg zum Refugio.

 

Die Schutzhütte wird bis zu 150 Bergsteigern Platz bieten.

 

In 5000 m Höhe erreicht man heute den Gletscherrand. Die kräftig rot erscheinenden Flächen sind auf Grund der Klimaerwärmung erst in den letzten ausgeapert.



Von hier aus könnte der Gipfel in einer 6-stündigen Eistour erklommen werden. Der Aufstieg beginnt um Mitternacht, um einerseits der Sonneneinstrahlung zu entgehen und andererseits den Sonnenaufgang am Gipfel zu erleben.



Doch für uns ist am Eisrand Endstation. So fehlen bis zum Gipfel rund 1000 m - Faltan mil metros.


 

An den eisfreien Flächen mischen sich rote und schwarze Lavasteine.

 

Beim Abstieg geht es durch trockene Paramolandschaft.



Wir stoßen auf  Steine mit tollen Flechtenmustern, winzige Blütenpolster

 

und unbekannte Beerenpflanzen.

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