Die Sierra hat uns wieder. Und auf der Busfahrt von Guayaquil nach Banos strahlt uns schon der
höchste Berg Ecuadors, der 6310 m hohe Chimborazo entgegen.
Beim Vulkan Tungurahua haben wir mit dem Wetter weniger Glück.
So zeigt sich der 5000 m hohe aktivste Vulkan Ecuadors vom Mirador weit oberhalb von Banos nur im Nebel.
Der Feuerberg kann nicht bestiegen werden, einmal im Jahr speit er soviel, dass Banos evakuiert werden muss.
Der Weg zum Mirador ist beschwerlich. Rund 2 Stunden steigen wir ein steiles, rutschiges Wegerl durch dichte Vegetation empor.
Kein Vulkan, aber dafür beim Abstieg Einkehr im Cafe de Ciel mit Prachtblick auf die schön gelegene Stadt Banos.
Sie ist eine der touristisch bedeutendsten Städte Ecuadors, auf der einen Seite der Vulkan, auf der anderen eine reizvolle Schlucht mit mehreren Wasserfällen und in der Mitte Platz für Restaurants, Hostels, Adventureagenturen. Wegen der heißen Vulkanquellen aber auch verschiedenste Wellnesseinrichtungen.
Rafting, Canyoning, Canopying, Biking und was es sonst noch an modernen Sportarten gibt, wird hier an allen Ecken angeboten.
Kirche und Rathaus sind aus dunklen Lavasteinen erbaut, die übrigen Gebäude sind ohne architektonische Besonderheiten.
Doch es ist gerade Sonntag und die indigene Bevölkerung zeigt sich in ihrer bunten Kleidung.
Wir wohnen im Hostal Plantas y Blancos, ein hübsches kleines Quartier mit einer tollen, gedeckten Dachterrasse.
Die Erkundung der Schlucht des Pastaza lässt sich auch bei schlechtem Wetter durchführen. Eine 4-stündige Wanderung führt uns entlang des Sendero de las Contrabandistas, also eines Schmugglerpfades.
Früher wurde hier Zuckerrohrschnaps illegal vom Oriente in die Sierra transportiert, heute benützen den Pfad einige wenige Bauern und Touristen.
Mandarinen, Mais und Kartoffeln werden auf dieser einsamen, steil gelegenen Finca angebaut. Mehr als eine Stunde ist für die Bauersleute notwendig, um zur nächsten Tarabita zu kommen.
Tarabitas sind einfache Seilbahnen, mit denen die Schlucht überquert werden kann. Auch wir erleben eine luftige Überfuhr zum Abschluss unserer Schmugglertour.
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