Donnerstag, 17. Juli 2014

Auch die Costa birgt Interessantes


Drei Tage verbringen wir an der Costa, im kleinen Fischerort Puerto Lopez.


Da wird geschrubbt, geschmirgelt, gestrichen, genäht, werden Eis, Wasser und Lebensmittel eingeladen - allesamt Vorbereitungen der Fischer zum Hinausfahren aufs Meer. Die Thunfischfischer bleiben gar 20 Tage draußen.

 

Da draußen halten es die Touristen nur einige Stunden aus - auf einem Walbeobachtungsboot.


Vom Bug aus werden sie erspäht.


Sie, die Fontänen, die von den Buckelwalen ausgestoßen werden.



Unser kleines Boot rast daraufhin schnell zu dieser Stelle. Da staunen wir nicht schlecht über diese Meeressäuger, die im Südsommer in den nahrungsreichen antarktischen Meeren leben, aber von Mai bis Oktober in den tropischen Gewässern sich paaren, gebären (1 Jahr später) und die Jungen säugen (wieder 
1 Jahr später).


Vier können wir gleichzeitig entdecken, zwei davon aufs Foto bannen.


Lange sind sie nicht an der Wasseroberfläche, schon verschwindet die Schwanzflosse wieder in der Tiefe - für ca. 15 Minuten.


Das Skelett eines gestrandeten Buckelwals (span. Ballena) wurde fein säuberlich konserviert und wieder zusammengebaut. Es gehört zur Hosteria Mandala, deren Besitzer sich sehr zur Aufklärung und Rettung der Wale einsetzen.



Wir wohnen in dieser Hosteria, genaugenommen in einem der dazugehörigen Cabanas.



Die ganze Hosteria, welche einem schweizerisch-italienischem Ehepaar gehört, ist sehr kreativ und fantasiereich gestaltet, hier der Boden der Terrasse unserer Cabana.


Es passt auch alles rundherum, das Essen, die Bedienung, die Bibliothek, das Musikzimmer, der Garten,.....

 
Etwas einfacher geht es bei der Tagestour in das nahe Dorf  El Pital zu, im feuchten tropischen Wald gelegen. Zwei junge Naturführer des Dorfes zeigen uns Kultur- und Wildpflanzen und die versteckte Tierwelt auf einer 6-stündigen Wanderung.



Eine reife Kakaofrucht


Die Tagua-Palme zwischen den weißen hohen Bäumen



Ihre Früchte enthalten die Tagua-Nuss (=Steinnuss), welche zur Erzeugung von Schnitzereien und Schmuck verwendet wird.



Wir treffen hier zwar nur Sekundärwald an, doch auch der birgt Interessantes.


Wie den Lapiz de Labio,

 

oder eine kleine Termitenart, die einen Tunnelgang am Baum hinauf zum metergroßen Termitenbau betreibt.



Doch nun gilt unser Interesse größeren Tieren des feuchten Tropenwaldes.


 Hoch oben in den Zweigen sitzt ein Otinguito, auf deutsch Makibär. Genaugenommen ist es der 
Anden-Makibär, eine Bärenart, die erst 2013 als neue Art entdeckt wurde.



Der zweite Geselle, den wir hoch oben im Geäst suchen, ist der Manu Aullada, also der Brüllaffe. Er schaut verschmitzt herunter, schifft aber dann herab und wirft schließlich dürre Äste auf uns. Doch Luis, unser Naturführer aus dem Dorf, beruhigt uns.



Das abschließende Essen im Elternhaus von Luis schmeckt nach solch einer Tour vorzüglich.


Eine völlig andere Vegetation erspüren wir tags darauf im Trockenwald des Machalilla Nationalparks. Erst bei Regen beginnen die Algarrobobäume, Palosantobäume und Sträucher zu grünen.



Jetzt, wo hier (kleinräumig) Trockenzeit herrscht, erstrahlt eine Blüte äußerst selten.


 Hinter dornigen Pflanzengesellen verstecken sich traumhafte Buchten und Strände.



Auch sie sind Teile des Nationalparks und daher fast unberührt.


Wir machen einen 2-stündigen Rundweg, zuerst durch die Trockenwälder und dann über mehrere Strände.


Bis hin zum Strand Los Frailes.


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