Für die zweiten fünf Tage bringt uns ein Schnellboot in 2-stündiger, rasanter Fahrt, wobei Gabi wieder einmal die Seekrankheit erwischt, zur Insel Isabela.
In Puerto Villamil ist zwar auch schon der Tourismus eingekehrt, aber der Fischerort ist viel kleiner und hat einen lieblichen Charakter. Das zeigt sich am Strand, an der extravaganten Kirche, an den Restaurants, an den staubigen Straßen und an unserem kleinen Hotel Sula Sula, das sauber, gemütlich und sehr persönlich ist.
Natürlich müssen wir auf die Sierra Negra, der hier von allen einfach als El Vulcan bezeichnet wird. Wir sind verblüfft über das Wetter und die sich verändernde Vegetation. Man startet bei Nebel und Nieselregen auf einem Gatschweg, doch am bewachsenen Kraterrand scheint schon die Sonne. Unser Weg führt von der Caldera zur kleinen, jungen Boca des El Chico. Bei der Jause genießen wir den Blick auf die lavaüberfluteten flachen Hänge unseres Vulkans bis hin zur Isla Fernandina.
Für den 2. Tag auf Isabela leihen wir uns Fahrräder aus. Damit werden die Sand- und Lavaküsten, sowie die dahinter liegenden Lagunen erkundet. Wir staunen nicht schlecht über Lavatunnels, Salzvegetation, Riesenschildkröten, die da des Weges kommen und immer wieder über die Meerechsen, die wir inzwischen lieb gewonnen haben.
Tintoreras, das sind die Weißspitzenhaie, und genauso heißen die weitverzweigten vorgelagerten Inseln, zu denen eine Tour am 3. Tag führt. Da stehen erstmals einige Galapagos Pinguine am Felsen, segeln wieder ganze Vogelschwärme über das Wasser hinweg und leben Meerechsen in der Kinderstube. Tintoreras erspähen wir sowohl vom Ufer aus, als auch beim Schnorcheln.
Tag 4 verbringen wir getrennt. Gabi zieht es vor, mit dem Rad die Küste entlang zu fahren, während Feri sich einer Schnorcheltour zu den Tuneles anschließt. Auf der flotten 1-stündigen Bootsfahrt halten wir nur um die knapp unter der Wasserfläche schwimmenden Mantarochen zu sehen und die Nasca-Tölpel auf einem einsamen Felsblock zu beobachten. Die Tuneles sind über- und untermeerische Bögen und Tore aus Lavagestein. Wie bei fast allen Touren auf Galapagos verlangt die Nationalparkordnung, dass immer ein Naturführer dabei sein muss. Die rund 70 Besucherplätze sind genau festgelegt und können nur von einer bestimmten Anzahl von Personen besucht werden.
Gemächlich gleiten zwischen den Lavablöcken Meeresschildkröten durch das Wasser. Diese schwimmen auch beim Schnorcheln genauso neben dir her wie die Seelöwen. Die Stars der Schnorcheltour sind jedoch ein Seepferdchen, Tintoreras in Tunnels versteckt und die vielen prächtigen Pazifikfische.
Galapagos es magnifico!
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