Dienstag, 10. Juni 2014

Ein einzigartiger Sombrero für Gabi


Hier an der Costa beginnt die Geschichte über den einzigartigen Sombrero für Gabi.
Die Carduluvica wird hier geschnitten (Foto aus dem Museum).



Bedingt durch eine Wirtschaftskrise um 1830 fand man in Cuenca, weitab von der Küste ein neues Arbeitsfeld. Man brachte die Blätter der speziellen Palme in die Sierra und begann Sombreros daraus zu flechten und zu formen. So wie damals ist das Flechten der rohen Hüte Heimarbeit von Frauen.
(hier eine Darstellung im Museum mit Fausto, unserem Direktor der Spanischschule)



So werden sie von der Heimarbeit angeliefert in die Manufaktur "Homero Ortega Penafiel e Hichos". Übrigens hießen diese Sombreros ab dem Bau des Panamakanals (um 1910) "Panamahüte", denn den Amerikanern gefielen diese Hüte der einheimischen Arbeiter, die unter anderem aus Ecuador herbeikamen, so gut, dass die Amis auch welche haben wollten. Hat auch für die Ecudorianer aus Cuenca gepasst, denn das Geschäft mit den Hüten blühte.



Wir besichtigen diese Manufaktur und lernen die vielfältigen Herstellungsvorgänge kennen. Hier werden sie gefärbt, in anderen Bottichen gebleicht, wenn sie für die feinen Damen schier weiß sein sollen.




Die weltweiten Kunden wollen auch gestreifte und gemusterte und so werden manchmal die Palmblätter zuerst gefärbt und dann erst zum Flechten in die Heimarbeit gegeben.



So ein Hut muss natürlich je nach Anlass eine spezielle Form haben, daher wird jeder einzelne Sombrero heutzutage mit einer Formmaschine bearbeitet. Das ist Männerarbeit, genauso wie das Färben und Bleichen.

 


Die Frauen dürfen dafür die Endfertigung vornehmen, wozu die Befestigung der Hutbänder zählt.



Und da sind sie fertig, die Sombreros (in Spanien meint man dabei immer einen Riesenstrohhut, aber hier sind es alle möglichen Formen aus den speziellen Palmblättern).



So, und nun hat Gabi auch so einen einzigartigen Sombrero mit langer Geschichte und Tradition erstanden.
Hoffentlich übersteht er den Rucksacktransport.



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