Dienstag, 10. Juni 2014

Ein Nationalpark mit 786 Lagunen


Nur eine Stunde Busfahrt entfernt liegt er, der Nationalpark Cajas mit sage und schreibe 786 größeren und kleineren Lagunen, alle um die 4000 m hoch gelegen.

Mit einer Landkarte aus dem IGM in Quito ausgerüstet begeben wir uns auf den "sendero rosado", der mit
fünf Stunden angeschrieben ist.
Kaum los marschiert liegt sie auch schon vor uns, die Lagune Nr. 1, wie wir sie nennen, da wir uns Laguna Patoquinuas wohl kaum merken werden.
 


Die Lagune Nr. 2 heißt Totoras und ist fast zur Gänze mit Schilf zugewachsen


Es ist auch hier wieder eine traumhafte Gegend des Paramo, also der Moorlandschaft der Anden oberhalb der Waldgrenze. Die Gletscher der letzten Eiszeit, welche hier nahe am Äquator vor 15000 Jahren geendet hatte, schuf diese abgeschliffenen Formen und die in den Senken liegenden Seen und Moore.


Die Flora ist etwas anders wie in Nordecuador, daher seien zwei neue vorgestellt.
Ohne einheimischen Biologen sind wir jedoch bei der Artenfindung "daschossen" (Pinzgauer Mundart) 


"Chuquiragua" (klingt nicht pinzgauerisch),erfahren wir später bei der Nationalpark-Infostelle Toreadora.




Irgendwie haben wir den Weg verloren, und das in einem 285 km² großen Nationalpark.



Gott sei Dank fällt der hier sehr häufige Nebel nicht ein und Landkartenstudium ist angesagt. Nicht umsonst steht wohl an der Eingangstafel, man muss einen Kompass  und gutes Orientierungsvermögen haben, wenn man ohne Guia geht. Wir vertrauen auf unser Orientierungsvermögen und finden wieder ein Wegerl.


Dieses führt an einem Bacherl entlang aufwärts und dieses muss wohl wieder aus einer Lagune kommen.
Faszinierend sind die letzten Bäume in dieser Höhe, die Polylepis mit ihrer roten, sich schälenden Rinde.


Etwa drei Stunden sind wir mutterseelenallein am Weg, doch dann erreichen wir die Refugio Toreadora.
Dort gibt es ein verdientes Mittagessen, nur ist es im Gastraum ziemlich kalt.
Hier führt sogar eine Durchzugsstraße in Richtung Costa vorbei, sodass wir hier nicht mehr allein sind.


Beim zweistündigen Abstieg kommen wir bei der Lagune Nr. 634 vorbei.
Ein prächtiger Wandertag, nicht am Himmel, denn der ist meist bedeckt,
aber in Bezug auf Relief, Gewässer und Pflanzenwelt geht dem Ende zu.

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