Samstag, 14. Juni 2014

Im Doppeldeckerbus durch Cuenca


Vormittags sind wir Schüler, nachmittags - wenn die Aufgabe gemacht ist - Touristen. Also setzen wir uns auch einmal auf so einen doppelstöckigen Stadtrundfahrtsbus.



Cuenca mit seinen 400.000 Einwohnern hat, ähnlich wie Quito eine reizende Lage zwischen den Andenbergen. Schon von oben erkennt man ein modernes, europäisches Stadtbild, dessen Hausdächer von vielen Kirchen überragt werden. Die Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe.



Auch eine breite Avenida haben sie,
 die Cuencaner. Sie führt auf das Zentrum zu, in welchem drei Kuppeln zu erkennen sind.



Unser Bus fährt direkt auf die Kuppeln zu, wobei wir scheinbar an den eleganten Straßenlaternen anstoßen. Bei den darüber hängenden Leitungen wird es manchmal wirklich knapp für unsere Köpfe.



Doch nun treffen wir tatsächlich auf die extravagante Kirche. Es ist die Catedral Nueva mit ihren acht Baustilen, an der von 1858- 1967 gebaut wurde. Der Baumeister war ein Padre aus Deutschland, die blauen Kacheln der Kuppeln kommen aus der ehemaligen Tschechoslowakei.



Die Stadt hat aber auch sonst europäischen Charakter. Nach den Spaniern, die den Grundstein wieder einmal auf eroberte Inkabauten legten, erreichten die Stadt französische und deutsche Einflüsse. Dieses Bild könnte auch irgendwo in Lothringen aufgenommen worden sein.



Die Doppeldeckerbusfahrt hat noch etwas Besonderes. Man sieht hübsche Details an den oberen Fassaden.



Cuenca ist Provinzhauptstadt und daher befindet sich hier auch das Regierungsgebäude von Azuay.



Doch schön erscheint uns nicht alles. Diese Bank ist für uns nur zweckmäßig, denn der Cajero automatico wirft Dollars aus, wenn man die Bank- oder Kreditkarte hineinsteckt und dazu noch etwas Glück hat.



Nach so einer europäisch anmutenden Busfahrt bleiben wir gleich in Europa, genauer in Österreich.



Das Café hat Altwiener Stil und zum Cappuccino gibts eine Sachertorte.



"Gschleckert" holen sich auch die Kinder nach dem Unterricht unmittelbar vor dem Schultor.



Auch der Blumenstand könnte in Europa stehen, zumal Schnittblumen aus Ecuador tatsächlich nach Europa geflogen werden.




Die Väter bekommen zwar keine Blumen, aber in unserer Spanischschule werden sie zum Vatertag mit einem Gedicht, einem Lied und einer Jause geehrt - alle schon etwas weißhaarig.


Hier sitzen wir nach einem Salsakurs mit anderen Mitschülern bunt gemischt in einem Lokal.
V.l.n.r.: Deutschland, England, Holland (Juhu 5:1 gegen Spanien) USA, Norwegen, Österreich.
 



Zuhause jedoch sind wir unter Ecuadorianern mit unserer Gastgeberfamilie beim sonntägigen Abendessen. Die 2 Wochen Spanischkurs waren schnell vorbei, morgen reisen wir aus Cuenca ab.

Muchas gracias por su hospitalidad!


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