Sonntag, 1. Juni 2014

Eine fantastische Lagune und der Zauber des Paramo


Sie liegt vor uns, die Laguna Coicocha auf 3300 m im Norden von Ecuador. Sie ist im Krater eines Vulkans entstanden und bildet eine einmalige Naturlandschaft.



Auf einer 4-stündigen Wandertour umrunden wir sie am Kraterrand.



Die bunte, vielfältige Pflanzenwelt überrascht uns in dieser Höhe außerordentlich.



Eine Wunderblume




Genauso überrascht sind wir, dass es hier trotz Äquatornähe kaum Sonne gibt. Dichte Nebelschwaden ziehen über den Kraterrand hinweg und erzeugen dabei eine mystische Stimmung.



Die zweite Wandertour im Norden führt uns zur Reserva Biologica Guandera. In dieser Estacion verbringen wir 3 Tage.



Antonio zeigt uns die Station mit ihrem botanischen Garten, ihre Projekte mit Universitäten und Volontären und allem voran die Besonderheit des Guanderabaumes, der im Jahr nur 1 cm wächst.



Seine Blüte, Früchte und Samen



Mit Gummistiefeln ausgerüstet unternehmen wir mit Antonio und seiner Tochter eine Tagestour in den Primärwald Guandera und in das darüber liegende Paramo auf 3700 m.



Der Primärwald ist ohne menschliche Eingriffe vollkommen erhalten geblieben und gleicht einem Zauberwald.





Der Guanderabaum bildet Luftwurzeln, die sich in der Erde verankern um den Baum zu stabilisieren. So kann er mehr als 1000 Jahre alt werden.



Wir bestaunen die vielen bunten Orchideen, Bromelien, Flechten und Moose.



Bromelien wachsen meist als Aufpflanzer auf Bäumen, können aber auch am Boden vorkommen.



Symbol der biologischen Station ist der Brillenbär. Beim Anstieg zum Paramo entdecken wir frische Spuren seiner Vorderbeine.


Dann entdecken wir auch seine Fresspuren. Er ernährt sich hauptsächlich von den Herzen der stacheligen Achupalla.


Das ist sie!



Den Brillenbär können wir trotz Fernglas leider nicht entdecken, doch dafür werden wir mit dem Anblick eigenartiger Pflanzen belohnt.



Das Paramo, das Grasland der Anden über der Baumgrenze, wird von tausenden Frailejones überzogen. Eine zauberhafte Welt!

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